Verleihung des
  Rieser Kulturpreises
  2016
   

Der Freundeskreis Synagoge Hainsfarth e.V.  wurde 1994 gegründet. Sein Hauptzweck ist die Wiederherstellung und der Erhalt der ehemaligen Synagoge. Er soll aber auch die Synagoge mit Leben erfüllen und darauf achten, daß die Nutzung der Synagoge dem Gedanken der Toleranz zwischen den Menschen dient.

Führungen können über  info@synagoge-hainsfarth.de  angefragt werden:
Informationen über Hainsfarth www.hainsfarth.de

Jahresprogramm 2017 im PDF-Format zum Herunterladen (Download)

Das Jahresprogramm 2018 wird demnächst an dieser Stelle veröffentlicht.

   
   Ehemalige Synagoge Hainsfarth
   

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9. November 2017,     19 Uhr

Eintritt frei, Spende erbeten

Reichspogromnacht, Gedenkfeier

"Erinnerung der Vergangenheit ist Erinnerung für die Zukunft"

Die Bedeutung einer lebendigen Erinnerung sowohl mit Blick auf Ursachen und Grundhaltungen als auch die Frage, was die Mahnung der Vergangenheit für die Gegenwart bedeutet.

 

Barbara Bagorski, geb. 1954 in Berlin, Studium der Theologie in Bamberg und München; nach Tätigkeit als Religionslehrerin an weiterführenden Schulen im Erzbistum Bamberg; ab 1989 Referentin für Frauenseelsorge im Bistum Eichstätt, seit Herbst 2014 Leiterin der Hauptabteilung Diakonale Dienste/Apostolat im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt; seit 1996 Mitglied im Gesprächskreis Christentum – Judentum.

 

 Jubiläumsveranstaltung  20 Jahre   Wiederinstandsetzung der Synagoge      Bericht Rieser Nachrichten (klick)

 

   

Aktuelles  

 

 Erinnerung für die Zukunft

In der Nacht vom 9. November 1938 ließen die Nationalsozialisten ihrem Hass auf die Juden freie Bahn. In dieser „Reichspogromnacht“, die "von oben" gesteuert wurde, wurden die Menschenrechte und die Menschen-würde im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten. Mehr als 1300 Synagogen und Kultureinrichtungen wurden zerstört, Geschäfte und Woh-nungen geplündert und mehr als 25.000 Juden verhaftet, gefoltert und ermordet. Johlende und jubelnde Zeu-gen begleiteten die Vorgänge, andere nahmen sie schweigend und gleichgültig hin. Niemand hat seinen Unmut öffentlich zum Ausdruck gebracht.

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Die Sicht der Juden auf die Reformation

Im Jubiläumsjahr der Reformation wird diese aus verschiedenster Sicht beurteilt. In einem Vortrag in der Synagoge Hainsfarth stellte der evangelische Diplomtheologe Michael  Rummel auf Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung Schriften jüdischer Chronisten vor, um die Sicht der Juden auf die Reformation zu verdeutlichen.

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Braucht man in den Religionen Frauenrechtlerinnen?

Die Theologinnen, die sich zu einer Podiumsdiskussion in die Synagoge Hainsfarth einladen ließen, waren sich einig, dass in den Religionen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gelten müsse. Dies gebiete auch die Verfassung der Bundesrepublik. Der Diskussion stellten sich die Rabbinerin der Bamberger jüdischen Gemeinde Dr. Antje Yael Deusel, Lehrbeauftragte im Fach Judaistik an der Universität Bamberg, die Imamin Rabeya Müller, Gründungsmitglied des Liberalen Islamischen Bundes e.V. und die evangelische Theologin Prof. Johanna Haberer, Journalistin und Professorin der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Durch Zusammenhalten das Böse besiegen
Am letzten Tag des Projekts der Mittelschule Oettingen war die Synagoge der Ort, der den Rahmen für das bewegende Singspiel "Brundibar" bilden durfte. Die Schüler erlebten mit den Darstellern und Sängern des Kinderchors der Bayerischen Staatsoper die Botschaft vom Zusammenhalten in der Bedrängnis, mit einem glücklichen Ende, das aber die einstigen Darsteller und Musiker, samt dem Komponisten Hans Krása, nach den Aufführungen im Konzentrationslager Theresienstadt nicht erleben durften.

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Wo sind meine Nachbarn geblieben?
Wer geglaubt hat, dass die Judenfeindlichkeit, der Antisemitismus in Deutschland aufgehört habe, der habe sich getäuscht, meinte der Zeitzeuge Pavel Hoffmann bei seinem Vortrag in der Mittelschule Oettingen. Angesichts der Bedrohung von Menschen, die sich auch heute den Anfeindungen ausgesetzt sehen, weil sie anderen Glauben haben oder aus anderen Ländern kommen wurde von den Lehrkräften Max Sefranek und Walter Fuchs, in Zusammenarbeit mit Sigried Atzmon vom Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth in der Mittelschule Oettingen eine Projektwoche organisiert. Bei den Jugendlichen sollte das Bewusstsein für diese Ungerechtigkeiten gestärkt werden. Im Mittelpunkt stand die Frage: "Wo sind meine Nachbarn geblieben?"

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