Hainsfarth Gemeinde

Hainsfarth

Hainsfarth, heute eine Gemeinde mit etwa 1500 Einwohnern, liegt im bayerischen Schwaben, Landkreis Donau-Ries, ca. 2 km von Oettingen in Richtung Treuchtlingen entfernt.

Die Gemeinde war bis zu Beginn des 19. Jh. im Besitz der Fürsten Oettingen-Spielberg. Aufgrund deren liberaler Ansiedlungspolitik ließen sich am Ort viele jüdische Händler und Handwerker nieder. In dieser Zeit waren fast die Hälfte der 800 Einwohner Juden. Hainsfarth nannte man das „Judendorf“. Es behielt diesen Namen im Volksmund auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg.

Neben der ehemaligen Synagoge sind in Hainsfarth noch die benachbarte Schule der jüdischen Gemeinde und der jüdische Friedhof am Ortsausgang Richtung Steinhart erhalten.

Die Gemeinde Hainsfarth ist seit 1977 Eigentümerin des Synagogengebäudes und veranlasste ab 1983 die Renovierung der ehemaligen Synagoge, welche 1996 abgeschlossen wurde.
 
   

Aktuelles  

Sederfeier zum Pessahfest

 

Der Sederabend leitet das jüdische Pessah-Fest ein

Die Menschen betreten die ehemalige Synagoge Hainsfarth wie schon oft, doch heute ist alles ein wenig anders: Es riecht nach Essen. Sie stehen vor gedeckten Tischen. Heute gibt es eine Veranstaltung, wie es sie dort vorher noch nicht gegeben hat. Es wurde zum „Sederabend“ eingeladen, eine Feier, die das jüdische Pessahfest einleitet.

Weiterlesen ...

Jewish Chamber Orchestra Munich

Emotionen aus der Zerrissenheit der Seele

Gustav Mahler ist den Musikliebhabern als Komponist großartiger Sinfonien bekannt. Dass er aber daneben, vor allem in seinen jungen Jahren, ein reichhaltiges Werk an Liedern geschaffen hat, ist bei dem Konzert des Jewish Chamber Orchesters Munich in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth offenbar geworden. Er schuf mit seinen Lied-Kompositionen nicht nur eine feinfühlige Musik, sondern gleichzeitig auch vielfarbige Gemälde, in denen sich Text und Töne in anschauliche Bilder verwandelten und die Zuhörer in die „Traumwelt“ Mahlers versetzten.

Weiterlesen ...

Schonzeit vorbei

Schonzeit vorüber

Buchvorstellung Juna Grossmann
Ralf Lehmann, Juna Grossmann, Sigi Atzmon

Ist das eine Entgleisung oder ein gut gemeinter Ratschlag, wenn jemand zum Thema Antisemitismus in einer Diskussion sagt, er lehne das Tragen einer Kippa in der Öffentlichkeit  genauso wie das anderer sichtbarer religiöser Zeichen ab? Wäre dann alles gut, wenn die Juden Kippa und Davidstern ablegten? Wenn sie sich vor den Antisemitisten verstecken würden? Sind sie also selbst schuld, dass sie Hassmails in den sozialen Netzen und offene Anfeindungen empfangen? Diese Fragen bewegten auch die Autorin selbst und sie beträfen auch andere Gruppen in der Bevölkerung, die solchem grundlosen Hass ausgesetzt seien. Sie habe sich allerdings auch schon mit dem Koffer packen befasst, - Flucht aus der aufgeklärten demokratischen Gesellschaft!


Weiterlesen ...
   
© Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth Webseite erstelllt von Ernst Mayer