Veranstaltungen

 Da die Schüler selbst nicht erlebt haben, wie einst Nachbarn von einem Tag auf den anderen aus ihren Wohnungen geholt und deportiert wurden, erfuhren sie in dem Film "Kinderland" von der Geschichte eines kleinen Jungen, der mit seinem jüdischen Freund in das vermeintliche "Kinderland" mitfahren wollte und mit diesem scheinbar unsinnigen Wunsch diesen vor dem sicheren Tod gerettet hat.
Am zweiten Tag der Woche wanderten die Schüler nach Hainsfarth zur Synagoge, um ein ehemaliges jüdisches Gotteshaus kennenzulernen. Dort erfuhren sie, dass die Bücher Moses aus der Thora, einer Schriftrolle, gelesen werden und dass die Juden bestimmte Feste feiern. Sigried Atzmon, die 1. Vorsitzende des Freundeskreises, stellte sich den Fragen der Jugendlichen und gab Auskunft über die jüdische Religion. Der ehemalige Schulleiter in Hainsfarth, Manfred Meyer, führte sie über den jüdischen Friedhof und erläuterte ihnen die Aufschriften der etwa 400 Grabmale der ehemaligen Judengemeinde im Ort.
Am  dritten Tag kam Pavel Hoffmann zu Gast in die Aula der Schule, wo er als jüngster noch lebender Zeitzeuge sein Schicksal als Kind im Ghetto Theresienstadt schilderte, wo er als 3-Jähriger schon nach 4 Wochen seine Mutter verlor. Ein Jahr zuvor standen bereits seine Großeltern mit 120 000 weiteren Juden auf der Todesliste, sie kamen 1942 in Auschwitz ums Leben. Vater war bereits 1942 bei einer Racheaktion der SS erschossen worden. Dass er heute lebe, verdanke er der Schweiz, die kurz vor Kriegsende von Himmler einen Transport von ausgesuchten Juden nach St. Gallen geschickt bekam, sicher um durch die Befreiung von Juden seine Schuld zu mindern.
Der Schluss- und Höhepunkt der Woche war am Freitag die Aufführung der Kinderoper „Brundibar“ durch den Kinderchor der Bayerischen Staatsoper München mit dem Shalom Ensemble. (emy)

   

Aktuelles  

Holocaust-Gedenktag 2018

Auschwitz hat mir das Leben gerettet
Wie wichtig Zeitzeugen für das Ver-ständnis der deutschen Geschichte sind, zeigte die Holocaust-Gedenkfeier des Freundeskreises Synagoge Hainsfarth in der Stadtbibliothek Nördlingen, wo OB Hermann Faul und Sigi Atzmon Natan Grossmann begrüßten. Sein Schicksal diente als Grundlage für den Dokumentarfilm "Linie 41" und für die Gespräche bei seinem Besuch als Zeitzeuge. Seine Suche nach der Vergangenheit wurde 2015 von Regisseurin Tanja Cummings und dem Kameramann Marek Iwicki dokumentiert.

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Bücherverbrennung 1933

Holt die Bücher aus dem Feuer!

Es waren nicht nur Bücher von jüdi-schen Schriftstellern, die am 10. Mai 1933 von den Nationalsozialisten auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Alle der damaligen Schergen, die Zweifel an den Zielen der Nazis unter Hitler äußerten oder dem vom Rassismus bestimmte Menschenbild widersprachen, wurden verfemt und ihre Bücher verboten. An sie wird alljährlich am Tag der Bücherverbrennung gedacht. In der Synagoge Hainsfarth kamen zwölf betroffene Schriftsteller zu Wort, durch die Lesung von ansässigen Bürgern, eingeleitet durch die "Feuersprüche" der damaligen Schergen.

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Erinnerung für die Zukunft

 

 Erinnerung für die Zukunft

In der Nacht vom 9. November 1938 ließen die Nationalsozialisten ihrem Hass auf die Juden freie Bahn. In dieser „Reichspogromnacht“, die "von oben" gesteuert wurde, wurden die Menschenrechte und die Menschen-würde im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten. Mehr als 1300 Synagogen und Kultureinrichtungen wurden zerstört, Geschäfte und Woh-nungen geplündert und mehr als 25.000 Juden verhaftet, gefoltert und ermordet. Johlende und jubelnde Zeu-gen begleiteten die Vorgänge, andere nahmen sie schweigend und gleichgültig hin. Niemand hat seinen Unmut öffentlich zum Ausdruck gebracht.

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Die Reformation aus jüdischer Sicht

Die Sicht der Juden auf die Reformation

Im Jubiläumsjahr der Reformation wird diese aus verschiedenster Sicht beurteilt. In einem Vortrag in der Synagoge Hainsfarth stellte der evangelische Diplomtheologe Michael  Rummel auf Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung Schriften jüdischer Chronisten vor, um die Sicht der Juden auf die Reformation zu verdeutlichen.

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Frauenrechtlerinnen in den Religionen

Braucht man in den Religionen Frauenrechtlerinnen?

Die Theologinnen, die sich zu einer Podiumsdiskussion in die Synagoge Hainsfarth einladen ließen, waren sich einig, dass in den Religionen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gelten müsse. Dies gebiete auch die Verfassung der Bundesrepublik. Der Diskussion stellten sich die Rabbinerin der Bamberger jüdischen Gemeinde Dr. Antje Yael Deusel, Lehrbeauftragte im Fach Judaistik an der Universität Bamberg, die Imamin Rabeya Müller, Gründungsmitglied des Liberalen Islamischen Bundes e.V. und die evangelische Theologin Prof. Johanna Haberer, Journalistin und Professorin der Universität Erlangen-Nürnberg.

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© Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth Webseite erstelllt von Ernst Mayer