Verleihung des
  Rieser Kulturpreises
  2016
   

Der Freundeskreis Synagoge Hainsfarth e.V.  wurde 1994 gegründet. Sein Hauptzweck ist die Wiederherstellung und der Erhalt der ehemaligen Synagoge. Er soll aber auch die Synagoge mit Leben erfüllen und darauf achten, daß die Nutzung der Synagoge dem Gedanken der Toleranz zwischen den Menschen dient.

Führungen können über  info@synagoge-hainsfarth.de oder der Gemeinde Hainsfarth angefragt werden:
Telefon: 09082 / 2270  Fax: 09082 / 2260

Jahresprogramm im PDF-Format zum Herunterladen (Download)
   
   Ehemalige Synagoge Hainsfarth
   

Veranstaltungen

Die evangelische Vertreterin tat sich scheinbar am leichtesten, denn in ihrer Kirche gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten die Ordination von Frauen als Pfarrerinnen und vor 25 Jahren die erste Bischöfin (Maria Jepsen). Doch auf Nachfrage aus den Zuhörern musste sie eingestehen, dass drei Bischöfinnen in Deutschland noch nicht als großer Erfolg gelten könne. Das Bild der Frauen in der Bibel sei auch heute noch von Männern geprägt. Als Vorbilder seien sie erst von der säkularen Frauenbewegung neu entdeckt worden.

Antje Deusel wurde als Ärztin in der Urologie mit dem Thema der Beschneidung befasst und kann durch ihre Ausbildung zur Rabbinerin fundiert dazu Stellung nehmen. Ihre Faszination für die religiösen Studien hätte zunächst nicht Feminismus zum Grund. Das Streben nach Gleichberechtigung sei bei ihr erst im Laufe der Zeit gewachsen. Frauen sollen nicht alle ins Rabbinat gehen, aber sie sollten es dürfen. Die bestehenden religiösen Verbote seien nicht ursprünglich. Aus verschiedenen Gründen seien Frauen von religiösen Pflichten entbunden worden. Aus dieser Befreiung hätten sich aus Gewohnheit die Verbote ergeben. Die Verweigerung der Bar Mizwa für Mädchen in konservativen Gemeinden sei biblisch nicht zu begründen, wird in liberalen Gemeinden ermöglicht. Sie fordere "Gleiche Rechte, gleiche Pflichten".

Die Unterscheidung zwischen konservativen und liberalen Gemeinden gebe es auch bei den moslemischen Gemeinden, wobei Rabeya Müller feststelle, dass die konservative Seite in Deutschland überwiege. Viele meinen, den Islam in seiner traditionellen Form verteidigen zu müssen, ohne jemals den Koran genau gelesen zu haben. Es gebe im Islam zahlreiche ernsthafte Reformbewegungen, die aber, wie die "Sisters in Islam" in den Medien nicht bekannt würden. Außerdem kommuniziere die deutsche Administration vorwiegend mit konservativen Gruppierungen, die der gewünschten "Verkirchlichung" des Islam eher entsprächen. Gründe dafür seien das Fehlen eines Lehramts im Islam und einer geistlichen Autorität, wie man das z.B. vom Papsttum gewohnt sei. Aus der Freiheit der Auslegung des Koran resultierte auch die Begründung ethnischer Traditionen durch Koranverse. Das zeige vor allem auch einen Mangel an religiöser Bildung. Als Verfasserin eines vielbeachteten Lehrbuchs für islamische Religion habe sie dem entgegenzuwirken versucht.

Als die Moderatorin Antje Dechert vom Bayerischen Rundfunk nach einer regen Diskussion ein Schlussstatement erbat, waren sich die drei Theologinnen einig, dass Frauen darauf bestehen sollten, das zu tun, was sie für richtig hielten. Darum wollten sie weiter für die Geschlechtergerechtigkeit kämpfen.

(emy)

   

Aktuelles  

Braucht man in den Religionen Frauenrechtlerinnen?

Die Theologinnen, die sich zu einer Podiumsdiskussion in die Synagoge Hainsfarth einladen ließen, waren sich einig, dass in den Religionen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gelten müsse. Dies gebiete auch die Verfassung der Bundesrepublik. Der Diskussion stellten sich die Rabbinerin der Bamberger jüdischen Gemeinde Dr. Antje Yael Deusel, Lehrbeauftragte im Fach Judaistik an der Universität Bamberg, die Imamin Rabeya Müller, Gründungsmitglied des Liberalen Islamischen Bundes e.V. und die evangelische Theologin Prof. Johanna Haberer, Journalistin und Professorin der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Durch Zusammenhalten das Böse besiegen
Am letzten Tag des Projekts der Mittelschule Oettingen war die Synagoge der Ort, der den Rahmen für das bewegende Singspiel "Brundibar" bilden durfte. Die Schüler erlebten mit den Darstellern und Sängern des Kinderchors der Bayerischen Staatsoper die Botschaft vom Zusammenhalten in der Bedrängnis, mit einem glücklichen Ende, das aber die einstigen Darsteller und Musiker, samt dem Komponisten Hans Krása, nach den Aufführungen im Konzentrationslager Theresienstadt nicht erleben durften.

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Wo sind meine Nachbarn geblieben?
Wer geglaubt hat, dass die Judenfeindlichkeit, der Antisemitismus in Deutschland aufgehört habe, der habe sich getäuscht, meinte der Zeitzeuge Pavel Hoffmann bei seinem Vortrag in der Mittelschule Oettingen. Angesichts der Bedrohung von Menschen, die sich auch heute den Anfeindungen ausgesetzt sehen, weil sie anderen Glauben haben oder aus anderen Ländern kommen wurde von den Lehrkräften Max Sefranek und Walter Fuchs, in Zusammenarbeit mit Sigried Atzmon vom Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth in der Mittelschule Oettingen eine Projektwoche organisiert. Bei den Jugendlichen sollte das Bewusstsein für diese Ungerechtigkeiten gestärkt werden. Im Mittelpunkt stand die Frage: "Wo sind meine Nachbarn geblieben?"

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Ruth's jüdisches Kochbuch
Ein Kochbuch eignet sich im Allgemeinen nicht für eine Buchvorstellung, doch weil Ruth Melcers jüdisches Kochbuch mit ihrer ungewöhnlichen Lebensgeschichte verknüpft wurde, fand es in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth große Aufmerksamkeit.
Nach dem Beispiel vieler Frauen, die Kochrezepte der Großmütter und Mütter und ihre eigenen sammeln, trug Ruth Melcer die Rezepte ihrer jüdischen Familie und Verwandtschaft, die in viele Winde verstreut lebt, zusammen. Anlässlich eines Familienfestes erstellte sie ein Geheft aus den gesammelten Rezepten, dazwischen Erlebnisse aus der Familie und ihrem Leben.

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Der Davidstern

Kaum ein anderes Symbol spielte in der jüngeren deutschen Geschichte eine so große, aber auch beschämende Rolle wie der sechseckige gelbe Stern mit der Aufschrift "Jude". Es war aber auch der jüdische Davidstern, der vier Jahre nach dem Niedergang des "Dritten Reiches" als Sinnbild des neu gegründeten Staates Israel auf dessen Staatsflagge prangte.
Vortrag
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© Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth Webseite erstelllt von Ernst Mayer