Verleihung des
  Rieser Kulturpreises
  2016
   

Der Freundeskreis Synagoge Hainsfarth e.V.  wurde 1994 gegründet. Sein Hauptzweck ist die Wiederherstellung und der Erhalt der ehemaligen Synagoge. Er soll aber auch die Synagoge mit Leben erfüllen und darauf achten, daß die Nutzung der Synagoge dem Gedanken der Toleranz zwischen den Menschen dient.

Führungen können über  info@synagoge-hainsfarth.de oder der Gemeinde Hainsfarth angefragt werden:
Telefon: 09082 / 2270  Fax: 09082 / 2260

Jahresprogramm im PDF-Format zum Herunterladen (Download)
   
   Ehemalige Synagoge Hainsfarth
   

Benefizkonzert der Rieser Musikschule

 

Daran knüpfte das am Schulschluss mit  Lehrkräften spontan verstärkte Streicherorchester mit Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel" an, in einer Suite der bekannten Lieder. Es erklangen bekannte Melodien von "Suse, liebe Suse", dem "Männlein im Walde", dem "kleinen Sandmann" oder dem "herrlichen Schlösschen" Sie ließen die Märchenhandlung vorüberziehen bis zum Schlusslied "Die Hexerei ist nun vorbei". Zuvor erklang noch die "Arlesienne-Suite", bei der man den französischen Romantiker Georges Bizet von einer anderen Seite als von "Carmen" erleben konnte.

Alina Schwarz bot in sehr gefühlsbetontem Spiel der "Harfenetüde" von Frederic Chopin und Ludwig Burger, der mit extremem Temperament und großartiger Fingerfertigkeit eine bemerkenswerte Interpretation der äußerst schwierigen "Revolutionsetüde" von Frederic Chopin vollbrachte. Sein Bruder Michael, auch von Roth am Klavier unterrichtet, erwies sich als ein  vielseitiger, vorzüglicher Musiker. An seinem bei Wladimir Dederer erlernten Knopfakkordeon trug er mit großem musikalischen Gespür die Variationen von Alexander Surkow über ein russisches Lied vor, ein weiteres herausragendes Ergebnis erfolgreichen Unterrichts an der Rieser Musikschule.

Endgültig Abschied von seinen Ensembles und herangezogenen Solisten nahm Thorsten Roth mit zwei südamerikanischen Liedern, "Imposible", einem Lied ersehnter Liebe und dem temperamentvollen Tanzlied "Escondido".

Sigi Atzmon vom Freundeskreis der Synagoge dankte für das Konzert und für die am Schluss eingelegten Spenden, und das Publikum applaudierte kräftig zum Dank für die wunderbare Musik. (emy)

   

Aktuelles  

Die Sicht der Juden auf die Reformation

Im Jubiläumsjahr der Reformation wird diese aus verschiedenster Sicht beurteilt. In einem Vortrag in der Synagoge Hainsfarth stellte der evangelische Diplomtheologe Michael  Rummel auf Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung Schriften jüdischer Chronisten vor, um die Sicht der Juden auf die Reformation zu verdeutlichen.

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Braucht man in den Religionen Frauenrechtlerinnen?

Die Theologinnen, die sich zu einer Podiumsdiskussion in die Synagoge Hainsfarth einladen ließen, waren sich einig, dass in den Religionen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gelten müsse. Dies gebiete auch die Verfassung der Bundesrepublik. Der Diskussion stellten sich die Rabbinerin der Bamberger jüdischen Gemeinde Dr. Antje Yael Deusel, Lehrbeauftragte im Fach Judaistik an der Universität Bamberg, die Imamin Rabeya Müller, Gründungsmitglied des Liberalen Islamischen Bundes e.V. und die evangelische Theologin Prof. Johanna Haberer, Journalistin und Professorin der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Durch Zusammenhalten das Böse besiegen
Am letzten Tag des Projekts der Mittelschule Oettingen war die Synagoge der Ort, der den Rahmen für das bewegende Singspiel "Brundibar" bilden durfte. Die Schüler erlebten mit den Darstellern und Sängern des Kinderchors der Bayerischen Staatsoper die Botschaft vom Zusammenhalten in der Bedrängnis, mit einem glücklichen Ende, das aber die einstigen Darsteller und Musiker, samt dem Komponisten Hans Krása, nach den Aufführungen im Konzentrationslager Theresienstadt nicht erleben durften.

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Wo sind meine Nachbarn geblieben?
Wer geglaubt hat, dass die Judenfeindlichkeit, der Antisemitismus in Deutschland aufgehört habe, der habe sich getäuscht, meinte der Zeitzeuge Pavel Hoffmann bei seinem Vortrag in der Mittelschule Oettingen. Angesichts der Bedrohung von Menschen, die sich auch heute den Anfeindungen ausgesetzt sehen, weil sie anderen Glauben haben oder aus anderen Ländern kommen wurde von den Lehrkräften Max Sefranek und Walter Fuchs, in Zusammenarbeit mit Sigried Atzmon vom Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth in der Mittelschule Oettingen eine Projektwoche organisiert. Bei den Jugendlichen sollte das Bewusstsein für diese Ungerechtigkeiten gestärkt werden. Im Mittelpunkt stand die Frage: "Wo sind meine Nachbarn geblieben?"

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Ruth's jüdisches Kochbuch
Ein Kochbuch eignet sich im Allgemeinen nicht für eine Buchvorstellung, doch weil Ruth Melcers jüdisches Kochbuch mit ihrer ungewöhnlichen Lebensgeschichte verknüpft wurde, fand es in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth große Aufmerksamkeit.
Nach dem Beispiel vieler Frauen, die Kochrezepte der Großmütter und Mütter und ihre eigenen sammeln, trug Ruth Melcer die Rezepte ihrer jüdischen Familie und Verwandtschaft, die in viele Winde verstreut lebt, zusammen. Anlässlich eines Familienfestes erstellte sie ein Geheft aus den gesammelten Rezepten, dazwischen Erlebnisse aus der Familie und ihrem Leben.

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© Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth Webseite erstelllt von Ernst Mayer