Ehemalige Synagoge Hainsfarth
   

Der Freundeskreis Synagoge Hainsfarth e.V.  wurde 1994 gegründet. Sein Hauptzweck ist die Wiederherstellung und der Erhalt der ehemaligen Synagoge. Er soll aber auch die Synagoge mit Leben erfüllen und darauf achten, daß die Nutzung der Synagoge dem Gedanken der Toleranz zwischen den Menschen dient.

Jahresprogramm 2019 im PDF-Format zum Herunterladen (Download)

 

   
  Verleihung des
  Rieser Kulturpreises
  2016 im Schloss
  Oettingen
   

Veranstaltungen 2019

 

Darum würden auch, wie jüngst in vielen Zeitungen und im Fernsehen berichtet wurde, demokratische Wahlen abgehalten, die die Machtverhältnisse im Staat durchaus verändern könnten. Die vor kurzer Zeit gescheiterten Koalitionsverhandlungen hätten gezeigt, dass Regierungsbildungen sehr schwierig seien, da die Mindestzahl der gültigen Wählerstimmen, die in Deutschland fünf Prozent betragen müsse („Fünf-Prozent-Klausel“), in Israel nur etwa die Hälfte betrage, was mehrere kleine Parteien in die „Knesset“ bringt. Außerdem hätten die beiden größten Gruppierungen mit je 35 % gleich viel Zustimmung erhalten. Da die Liberalen nicht ohne die gesetzliche Verpflichtung der ultraorthodoxen Juden zum Wehrdienst in eine Regierung eintreten wollten, auf deren Zustimmung andererseits der jetzige Ministerpräsident Netanjahu angewie-sen ist, kam keine Regierung zustande. Dies wurde auch  in Deutschland mit Interesse verfolgt, denn die Bundesrepublik sehe die Beziehungen zu Israel als einen Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik. Es bestehe dabei die Verpflichtung, keine Organisationen zu unterstützen, die das Existenzrecht des Staates Israel infrage stellen, eine wichtige Zusicherung angesichts des zunehmenden Antisemitismus. Dafür sei sicherlich auch das geringe Wissen der Jugendlichen über den Holocaust verantwortlich.
Hoffnungen würden auf eine neue Bewegung gesetzt, die unter dem Begriff „New Kibbutz“ Jugendlichen aus Deutschland Praktika in israelischen Unternehmen ermöglicht. Im Gegensatz zu dem Kibbutz-Begriff früherer Zeit sei das die Begegnung mit der „Hi-Tech-Nation“ Israel, gefördert vom israelischen Generalkonsulat und den süddeutschen Bundesländern.
Mit diesen Angeboten gab Simovich bereits Antworten auf die aus dem Zuhörerkries gestellte Frage, was für den Jugendaustausch getan würde. Es seien auch die Universitäten einbezogen zu wissenschaftlicher Zusammen-arbeit.  Die Frage nach dem täglichen Umgang der Israelis und der Palästinenser beantworte die Zahl von 70.000 palästinensischen Arbeitsplätzen eine deutliche Bestätigung der gegenseiti-gen Abhängigkeit. Die Feindseligkeiten würden durch Terrororganisationen geschürt und seien ein schwerwiegendes Hindernis für einen Frieden, der nur mit Vertrauen möglich werden könnte. Die Sicherheit der Bevölkerung habe für die israelische Politik den absoluten Vorrang, da man von seinen Nachbarn bedrängt und vor allem vom Iran mit der Vernichtung bedroht werde.
Die jüngsten Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen zeigten, mit welchen Gefahren aus der nächsten Nachbarschaft zu rechnen sei. (emy)

   

Aktuelles  

Der Stolperstein

Sich den Mächtigen nicht gebeugt zu haben, verdient einen “Stolperstein“.

„Ich weiß eigentlich nicht richtig, was mein Vater gemacht hat. Vielleicht finde ich das einmal heraus. Und wenn es schlimmer war, als ich gedacht hatte, dann wäre ich vielleicht bereit, die Wahrheit ein bisschen zu verändern“. „Schlimmer wäre es, wenn der Vater mitgearbeitet hätte, Konzentrationslager einzurichten – oder Juden in besetzten Ländern zu ermorden.“

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Israel, 71 Jahre von den Nachbarn bedroht

   Bild: Sadra Simovich wird von Sigi Atzmon in der Synagoge Hainsfarth begrüßt.

Der Besuch der Generalkonsulin Israels, Sandra Simovich, diene der Unterstützung des gemeinsamen Dialogs zwischen Israel und Deutschland. So begründete Sigi Atzmon, die 1. Vorsitzende des Freundeskreises der Synagoge Hainsfarth die Einladung an die Leiterin der diplomatischen Vertretung Israels für die süddeutschen Bundesländer. Sandra Simovich wies in ihrer Vorstellung darauf hin, dass sie bereits in den Jahren 2014 bis 2016 in der israelischen Botschaft in Berlin als Beraterin arbeitete und deshalb über Deutschland Bescheid wisse. Sie freue sich über ihre vor einem halben Jahr in München begonnene Aufgabe. Israels Stellung innerhalb seiner Nachbarn sei geprägt davon, dass es der einzige demokratische Staat im Nahen Osten sei.

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Sederfeier zum Pessahfest

 

Der Sederabend leitet das jüdische Pessah-Fest ein

Die Menschen betreten die ehemalige Synagoge Hainsfarth wie schon oft, doch heute ist alles ein wenig anders: Es riecht nach Essen. Sie stehen vor gedeckten Tischen. Heute gibt es eine Veranstaltung, wie es sie dort vorher noch nicht gegeben hat. Es wurde zum „Sederabend“ eingeladen, eine Feier, die das jüdische Pessahfest einleitet.

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Jewish Chamber Orchestra Munich

Emotionen aus der Zerrissenheit der Seele

Gustav Mahler ist den Musikliebhabern als Komponist großartiger Sinfonien bekannt. Dass er aber daneben, vor allem in seinen jungen Jahren, ein reichhaltiges Werk an Liedern geschaffen hat, ist bei dem Konzert des Jewish Chamber Orchesters Munich in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth offenbar geworden. Er schuf mit seinen Lied-Kompositionen nicht nur eine feinfühlige Musik, sondern gleichzeitig auch vielfarbige Gemälde, in denen sich Text und Töne in anschauliche Bilder verwandelten und die Zuhörer in die „Traumwelt“ Mahlers versetzten.

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Schonzeit vorbei

Schonzeit vorüber

Buchvorstellung Juna Grossmann
Ralf Lehmann, Juna Grossmann, Sigi Atzmon

Ist das eine Entgleisung oder ein gut gemeinter Ratschlag, wenn jemand zum Thema Antisemitismus in einer Diskussion sagt, er lehne das Tragen einer Kippa in der Öffentlichkeit  genauso wie das anderer sichtbarer religiöser Zeichen ab? Wäre dann alles gut, wenn die Juden Kippa und Davidstern ablegten? Wenn sie sich vor den Antisemitisten verstecken würden? Sind sie also selbst schuld, dass sie Hassmails in den sozialen Netzen und offene Anfeindungen empfangen? Diese Fragen bewegten auch die Autorin selbst und sie beträfen auch andere Gruppen in der Bevölkerung, die solchem grundlosen Hass ausgesetzt seien. Sie habe sich allerdings auch schon mit dem Koffer packen befasst, - Flucht aus der aufgeklärten demokratischen Gesellschaft!


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© Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth